Zur Sprachwahl
Zur Metanavigation
Zur Sucheingabe
Zur den Bannertabs
Zur Hauptnavigation
Zum Inhalt
Login
Login

Bitte füllen Sie die Felder aus. Angaben mit einem * werden benötigt.

an mich erinnern
Mein Profil
Header Mobile Header
    Nachricht vom 17.02.12 | Beach & Boat

    Potenzialanalyse Elster-Saale-Kanal: Quantensprung für den Tourismus

    Seenland-Kongress zeigte wirtschaftliche Effekte einer Verlängerung des Elster-Saale-Kanals - Mitteldeutsche Wassersportreviere präsentierten Investitionsschwerpunkte

    „Die weitere Entwicklung der touristischen Destinationen Lausitzer Seenland und Leipziger Neuseenland birgt große wirtschaftliche Potenziale. Und das ist für Investoren entscheidend“, betonte Hartmut Fiedler, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, am Donnerstag anlässlich des 4. Seenland-Kongresses auf dem Leipziger Messegelände. Die 160 Teilnehmer der Fachveranstaltung im Rahmen der Wassersportmesse Beach und Boat informierten sich über die Investitionsschwerpunkte in den Resorts rund um Leipzig und in der Lausitz. Positive regionalwirtschaftliche Effekte einer 106 Millionen Euro teuren Anbindung des Elster-Saale-Kanals an die Saale im gesamten mitteldeutschen Raum belegte die „Potenzialanalyse Elster-Saale-Kanal“, welche erstmals vorgestellt wurde.

    „Aus touristischer Sicht bedeutet die Realisierung des Elster-Saale-Kanals einen Quantensprung“, unterstrich Matthias Därr von DÄRR Landschaftsarchitekten aus Halle/Saale und Co-Autor der Potenzialanalyse. Nur mit einer schiffbaren Verbindung zwischen Leipzig und Saale sei die Marktpositionierung als überregionales Zielrevier für den motorisierten Wasserwander-Bootstourismus möglich. Die rund 93.000 Euro teure Studie beziffert die Kosten für die Umsetzung des Kanal-Projektes auf 106 Millionen Euro. Darin enthalten wären zum Beispiel fast neun Millionen Euro, die in Ausgleichsmaßnahmen für den Naturschutz flössen. Mit knapp 38 Millionen Euro wird der ebenfalls in die Investitionssumme einbezogene Bau eines „spektakulären“ Schiffshebewerkes beziffert, um den Höhenunterschied von 22 Metern zu überwinden sowie Schaulustige anzuziehen. Als „Leuchtturm der Architektur“ könne ein solches Bauwerk zum Touristenmagneten avancieren, der jährlich bis zu 500.000 Besucher anziehen könne.

    Neue Einnahmequellen

    Rund 8,8 Millionen Euro Bruttoumsätze würden sich laut Potenzialanalyse pro Jahr zum Beispiel aus „regionalen Neuverkehren“ ergeben. So wird mit 3.762 neu verkehrenden Motorbooten aus der Region mit circa 188.000 Nutzungen/Bootstouren gerechnet. Nachfrageeffekte ergäben sich ebenso durch überregionale Bootsurlauber, Charterbootverkehr, Fahrgastschifffahrt - bei dieser geht die Analyse von 1.500 Touren mit etwa 45.000 Passagieren aus - sowie in kleinem Rahmen durch Flusskreuzfahrten. Insgesamt entstünde aus der Kanalnutzung ein jährlicher Nettoumsatz von 18,5 Millionen Euro mit einem regionalen Einkommenseffekt von etwa neun Millionen Euro. Bei der einzelwirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Betrachtung stünden den direkten Erträgen von 985.000 Euro durch kommunales Steueraufkommen und für Vignetten, Parkgebühren beim Schiffshebewerk oder Eintrittsgelder jährliche Ausgaben für den Unterhalt des Kanals von circa 1,1 Millionen Euro gegenüber, so Patrick Wiederanders von der ICL Ingenieur Consult GmbH und ebenfalls Co-Autor der Untersuchung. Allerdings seien weitere Einnahmen durch Verpachtung von Gewerbeflächen mit Kanalanbindung beziehungsweise Räumen möglich.

    Identitätsstiftendes Leitprojekt für die Region

    Die Verbindung der beiden touristischen Regionen Leipziger Neuseenland und Saale-Unstrut-Triasland aktiviere ungenutzte Tourismuspotenziale in Sachsen und Sachsen-Anhalt, heißt es in der Studie. Allerdings sei die Fertigstellung des Elster-Saale-Kanals weit mehr als „nur“ ein touristisches Vorhaben. Es bringe regionalwirtschaftliche Effekte. Zudem werden Chancen für Synergien eröffnet, zum Beispiel bei Hochwasserschutz oder Energiegewinnung. Es handele sich um ein identitätsstiftendes Leitprojekt des Wirtschaftsraumes Leipzig-Halle, welches weit über die Region hinaus strahle. „Die Region Halle und die Saale in Sachsen-Anhalt können allein ohne den Verbund mit Leipzig kaum die Wertigkeit anderer wassertouristischer Regionen erreichen“, erklärte Uwe Stäglin, Beigeordneter für Planen und Bauen der Stadt Halle/Saale. Für Leipzig bedeutet das bereits vor über 150 Jahren begonnene Bauprojekt die Anbindung an das deutsche Binnenwassernetz. „Ich bin davon überzeugt, dass das Konzept, welches unsere Ururgroßväter mit vielen Ideen, Enthusiasmus und Privatkapital begonnen haben, umsetzbar ist - und dass ich das noch erleben werde“, sagte Heiko Rosenthal, Leipziger Bürgermeister und Beigeordneter für Umwelt, Ordnung und Sport. Nächster Schritt in der Umsetzung des Projektes sei eine Machbarkeitsstudie, welche der Landkreis Saalekreis/Sachsen-Anhalt beantragen wolle, hieß es auf dem Kongress.

    Spannende Entwicklungskonzepte von Stadthafen bis schwimmendes Haus

    Zu den Entwicklungsarealen, für die auf dem Seenland-Kongress um Investoren geworben wurde, zählte der Lindenauer Hafen als wichtiger Teil des Gewässerverbundes Leipziger Neuseenland und interessantes innerstädtisches Gebiet. Noch fehlt dort die 665 Meter lange Anbindung an den Karl-Heine-Kanal sowie später an den Elster-Saale-Kanal. „Wir möchten in diesem Jahr den Durchstich realisieren und damit die Voraussetzungen für die Projektentwicklung am Hafen schaffen sowie Leipzig ein Stück näher an Hamburg bringen“, zeigte sich Inge Kunath, Leiterin des Amtes für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig, optimistisch. Vorgestellt wurden ebenso freie Wassergrundstücke am Hainer See, attraktive Flächen im neuen Hafenquartier am Zwenkauer See sowie die mit zehn schwimmenden Häusern geplante Ferienwohnanlage Goitzsche Resort am Rand von Bitterfeld. Das Lausitzer Seenland war mit Investitionsschwerpunkten wie dem Sport- und Golfresort am Sabrodter See, dem Seenlandpalais in Großkoschen am Senftenberger See oder dem Seestrand Lieske am Sedlitzer See sowie dem Lagunendorf Sedlitz mit 100 bis 120 Wohngrundstücken vertreten. Als besonders eindrucksvolles Vorhaben präsentierte sich der Stadthafen Senftenberg mit dem Plan einer markanten, 70 Meter langen Seebrücke.

    Über die Beach und Boat Leipzig

    Die Beach und Boat Leipzig ist das maritime Ereignis zu Beginn des Jahres für den mitteldeutschen Wassersportmarkt. Inmitten des Leipziger Neuseenlands und des Lausitzer Seenlands bietet die Messe vom 16. bis 19. Februar 2012 zum vierten Mal zahlreiche Angebote rund um Motor- und Segelboote, Kanufahren, Tauchen oder Surfen. Rund 140 Aussteller bilden in den drei Angebotsbereichen classic, nature und fun die ganze Bandbreite der Wassererlebniswelt ab.


    Ansprechpartner für die Presse

    PR / Pressesprecher
    Frau Julia Lücke
    Telefon: +49 341 678 65 55
    Fax: +49 341 678 16 65 55
    E-Mail: j.luecke@leipziger-messe.de


    Downloads

    PM_Seenland-Kongress_Fazit.doc (DOC, 73,00 kB)button image

    Links

    Impressum| Datenschutz & Haftung| Leipziger Messe GmbH, Messe-Allee 1, 04356 Leipzig © Leipziger Messe 2018. Alle Rechte vorbehalten