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    Nachricht vom 23.11.11 | Beach & Boat

    Eine Reise durch das Neuseenland aus Tauchersicht

    Abtauchen kann man in Leipzig und Umgebung zur Genüge. Nicht nur die zahlreichen Seen bieten viele interessante Angebote, auch auf der Wassersportmesse Beach & Boat erleben Besucher vom 16. bis 19. Februar 2012 ein vielfältiges Programm rund um das Element

    Auf den Grund gehen wollten wir dem Leipziger Neuseenland schon länger. Was liegt also näher, als sich selbst ein Bild zu machen und aufzubrechen in das neue Tauchrevier zwischen München und Berlin, zwischen Frankfurt/Main und Dresden – mitten in Deutschland? Zügig führt die Fahrt zum Autobahnkreuz Rippachtal. Dort biegen wir in Richtung Leipzig Süd ab und erreichen schon bald darauf die Ausfahrt Markkleeberg. Zwei herrliche Tauchseen liegen zum Greifen nahe voraus. Wir haben klares Wetter und schon kühle herbstliche Temperaturen, was auf eine gute Sicht unter Wasser hoffen lässt.

    Am Cospudener See haben wir uns über das Wochenende eine der gemütlichen Hafenkajüten angemietet. Dort können wir, ungestört von Hoteltrubel und komfortabler als auf dem Campingplatz, unsere Plünnen trocknen und uns nach den Tauchgängen aufwärmen. Das Restaurant Seeterasse Cospuden liegt drei Minuten Fußweg entfernt, ideale Bedingungen für ein stilvolles Tauchwochenende. Der Abend klingt bei leichter frischer Küche und einer guten Flasche Rotwein mit Blick auf die weite Wasserfläche des Cospudener Sees aus. Der Cospudener See ist einer der jüngsten deutschen Seen und ein, wie wir sehen können, gelungenes Projekt der Braunkohletagebau-Revier-Sanierung. Noch bis 1990 wurde hier Braunkohle abgebaut. Danach folgte ein ehrgeiziges Renaturierungs-Programm mit der Zielstellung, ein Erholungsgebiet für Mensch, Tier- und Pflanzenwelt zu schaffen.

    Wir haben uns für den nächsten Morgen bereits telefonisch bei der Tauchbasis Kamski angemeldet, so dass wir bald die Flaschen gefüllt haben und zum Tauchgang aufbrechen. Lutz Kamski gibt uns noch einige Tipps und Tauchkarten für den Cospudener See mit. Nahe der Basis besteht die Möglichkeit, von Land aus zu tauchen. Hier befinden sich auch mehrere Ausbildungsplattformen, die mit witzigen Überraschungen für kurzweiliges Tauchen sorgen.

    Wir haben die Motorboot-Ausfahrt zum „Versunkenen Wald“ gewählt und lassen uns mit dem Motorboot der Basis hinausfahren. Ab zwölf Meter Wassertiefe erreichen wir die Wipfel der Bäume und gleiten schwerelos dazwischen hindurch. Lutz erklärte, dass das Tauchen hier sehr anspruchsvoll sei. Man müsse sauber tarieren, und eine gute Navigation sei ebenfalls Voraussetzung. Es geht hinab bis auf 36 Meter Tiefe, um das Wurzelwerk zu erreichen. Zwischen den Stämmen, Zweigen und Wurzeln stehen Barsche und einige Hechte, die den vorbeiziehenden Friedfischen auflauern. Die Vegetation ist noch nicht so weit entwickelt wie in älteren Tauchrevieren, die auf ähnliche Weise entstanden, doch macht gerade dies den Reiz des Cospudener Sees aus. Die Sichtweite liegt bei erfreulichen 16 bis 18 Metern. Bald darauf sitzen wir wieder im Boot und Lutz Kamski fährt uns zu einem Tauchplatz, an dem er uns erklärt, dass hier eine Steilwand bis auf 54 m Tiefe hinabgetaucht werden kann, was aber eher für jene, die technisch Tauchen interessant sei. So heftig wollen wir es heute allerdings nicht und beschließen, noch das Wrack einer Jolle auf 19 Meter und einige weitere kreative Highlights zu betauchen.

    Als wir nach Beendigung des Tauchganges wieder im Boot sitzen, drückt uns Lutz noch jedem eine Ansichtskarte und einen Kuli in die Hand. „Schreibt mal Euren Lieben!“, flaxt er, während er zielstrebig an unserem Ausgangspunkt, dem Yachthafen an der Pier eins, vorbeifährt in Richtung einer vorausliegenden Flachstelle. „So, hier könnt ihr eure Postkarten einwerfen, der Postkasten auf der Kiesbank wird während der Saison einmal wöchentlich geleert und mit einem Sonderpoststempel „Seepostkasten im Cospudener See“ abgestempelt. Da verschickt ihr noch eine echte philatelistische Rarität.“

    Bald darauf kommen wir an, tragen die Ausrüstung in die Unterkunft und Lutz füllt uns noch die Flaschen für den morgigen Tag im nahen Kulkwitzer See, der einen Eindruck davon vermitteln wird, wie der Cospudener See in einigen Jahren aussehen kann: mit mehr Vegetation und größeren Fischen.

    Anderntags fahren wir zeitig zum Kulkwitzer See und werden dank unserer telefonischen Anmeldung schon von Peter Liebmann erwartet. Es gebe nur zwei legale Einstiegsstellen am See, erklärt er. Da der See als einer der klarsten Tauchseen Deutschlands immer mehr Taucher anzieht, wird seit einiger Zeit immer wieder die Sperrung des Sees diskutiert. Es liegt an uns Tauchern und dem umweltgerechten Umgang im See, ob er in Zukunft für Taucher offen bleiben wird oder nicht.

    Wir steigen in den maximal 31,5 Meter tiefen See und tauchen ab. Schon bald umfängt uns eine artenreiche Unterwasserflora und -fauna. Es macht Spaß hier zu tauchen. Einige alte Schienenloren rosten pittoresk vor sich hin und werden teils von üppiger Vegetation überwachsen.

    Demonstrativ gelangweilt ignoriert uns ein kapitaler Hecht von etwa 75 cm Länge. Jeder Angler würde sich über den Prachtburschen freuen, doch in seinem natürlichen Umfeld ist er uns eindeutig lieber. Mit gemächlichem Fächeln seiner Brustflossen bewegt er sich kaum merklich etwas seitlich achteraus. Er gibt uns damit zu verstehen, dass wir unmerklich etwas zu nah gekommen sind und so ziehen wir uns diskret zurück. Er quittiert es uns nun wieder mit stoischer Starre. Nur der auf uns gerichtete Fokus seiner Pupillen verrät, dass er uns noch im Auge behält. Ein Aal schiebt sich sachte durch das Seegras. Wir ziehen vorüber während ein „Amerikaner“ Anstalten macht sich, vor dem Aal zu verstecken. Ein amerikanischer Flußkrebs schleicht sich zur Seite, die Scheren eher als Makulatur, denn als ernsthafte Drohung wider dem Aal erhoben. Und zack! Mit schnellem Schwanzschlag bringt er sich rückwärts aus der Gefahrenzone. Auch der schönste Tauchgang endet und als wir alsbald mit Peter wieder an der Basis angelandet sind, erklärt er was ihn beschäftigt:

    „Eine Tauchbeschränkung ist in Planung, da der See immer beliebter wird und von Jahr zu Jahr mehr Taucher im See abtauchen. Das allein wäre kein Problem, doch müssen wir immer wieder beobachten, wie nicht umweltgerecht getaucht wird. Der Boden des Sees besteht aus lockerem Sediment, das von Unbedarften immer wieder aufgewirbelt wird.“ Deshalb appelliert er an die Taucher, wenigstens die Grundregeln zu beachten:

    Tauchen in mindestens 1,5 bis 2 Metern Abstand vom Boden und bei vorsichtigem Flossenschlag; kein Sediment aufwirbeln sowie um besondere Vorsicht im Bereich der Kante. Kein Stehen, Sitzen und Knien auf dem Grund, schon gar nicht bei der Ausbildung. Es gibt Plattformen auf verschiedenen Tiefen im See, die für Übungen genutzt werden können. Bei Tarierproblemen "Auf Grund gesetzt?“ dann wenigstens nicht mit Muskelkraft arbeiten, sondern den Inflator benutzen.

    Nachdenklich fahren wir zu unserem dritten und letzten Tauchsee im Leipziger Neuseenland, dem Markkleeberger See. Auf der Wildwasser-Anlage mit „Kanulift“ tummeln sich viele Paddler mit kurzen und knallbunten „Kajak-Quietscheentchen“. Sie stürzen sich wieder und wieder zu Tal, schwenken in Kehrwasser künstlicher Hindernisse und haben auf ihre Art Spaß am Wasser. Wir sind mit Uwe Seidel verabredet, der uns erklärt, was uns vorher schon gerüchteweise zu Ohren kam. Die in der Allgemeinverfügung des Markkleeberger Sees vom 28. März 2007 erlassene Beschränkung des Gemeingebrauchs für das „Tauchen mit Atemgeräten“ wird gerade gelockert und Uwe schickt sich an, für die Saison 2012 den kleinsten der „Leipziger Neuseen“ für den Tauchsport attraktiv zu gestalten. Nur soviel verrät er: dass der Markkleeberger See das „Aufhübschen“ in keinster Weise nötig hat. Bleibt uns nun, in 2012 nochmals wiederzukommen und die Behauptung der „Nagelprobe“ zu unterziehen, doch das Weichbild lässt schon kurzweiliges Tauchen erahnen.

    Unsere erste Stippvisite in das interessante Tauchrevier im Leipziger Neuseenland hinterlässt einen angenehmen, bleibenden Eindruck. Beeindruckt vor der Vielzahl der angebotenen Möglichkeiten an wassersportlichen Aktivitäten ist es nicht verwunderlich, dass nun bereits zum vierten Mal die Leipziger Wassersportmesse „Beach und Boat“ die Enthusiasten sportlicher Beschäftigung aus nah und fern zur Information und Unterhaltung rund um die vielschichtigen Erholungsformen am, auf und im Wasser einlädt.

    Die Beach und Boat Leipzig: Infos, Öffnungszeiten und Preise

    Die Beach und Boat Leipzig ist das maritime Ereignis zu Beginn des Jahres für den mitteldeutschen Wassersportmarkt. Inmitten des Leipziger Neuseenlands und des Lausitzer Seenlands bietet die Messe vom 16. bis 19. Februar 2012 zum vierten Mal zahlreiche Angebote rund um Motor- und Segelboote, Kanufahren, Tauchen oder Surfen. Rund 150 Aussteller bilden in den drei Angebotsbereichen classic, nature und fun die ganze Bandbreite der Wassererlebniswelt ab. Die Messe ist täglich von 9.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 9,00 Euro, ermäßigt 6,50 Euro. Kinder von 7 bis 12 Jahren zahlen 3,50 Euro, Kinder bis 6 Jahre haben in Begleitung Erwachsener kostenfreien Eintritt. Aktuelle Infos zur Messe und zum Rahmenprogramm gibt es unter www.beach-and-boat.de. Dort kann ab 1. Dezember ein vergünstigtes Online-Ticket zum Preis von 8.50 Euro (bzw. 6.00 Euro) erworben werden. Alle Karten gelten gleichzeitig für die Verbraucherschau HAUS-GARTEN-FREIZEIT sowie die mitteldeutsche handwerksmesse, die parallel stattfinden. Noch mehr Infos und News bietet die Facebook-Seite der Beach und Boat unter www.facebook.com/beachandboat.

    Infoblock:

    Übernachtung:

    Pier1 GmbH und Co. KG

    Telefon: +49 341 356510

    eMail: info@cospuden.de

    Tauchbasis:

    Tauchschule Lutz Kamski;

    Telefon: 0171 - 382 56 18

    Web: http://www.tskamski.de

    SSI JOWD, OWD und DAN

    Kulkwitzer See:

    Tauchclub Florian

    Tel.: 0341 - 461 55 39

    Tauchschule Delphin

    Tel.: 0341 - 480 38 26

    http://www.tauchsport-leipzig.de

    VDST-DTSA Bronze und Silber, PADI OWD, AOWD

    Kulki Diving

    Tel.: 0177 - 567 45 50

    Markkleeberger See:

    Taucherparadies Sachsen

    Telefon: 034292 – 725 41

    http://www.taucherparadies-sachsen.de

    PADI

    Weitere Tauchschulen:

    adventure dive light

    Tel.: 034774 – 416 18

    http://www.adventure-dive-light.de

    VEST Ausbildung von Anfänger bis TL***

    Landestauchsportverband Sachsen e. V.

    Mainzer Straße 4

    04109 Leipzig

    Tel: 0341 – 973 17 70

    E-Mail: geschaeftsstelle (ät) tauchsport-sachsen.de

    Geschäftsführer: Dr. Jörg Melitzer

    E-Mail: j.melitzer (ät) tauchsport-sachsen.de

    Sportkoordinatorin: Anja Friebel

    Funk: 0177 – 958 91 24


    Ansprechpartner für die Presse

    PR / Pressesprecher
    Frau Julia Lücke
    Telefon: +49 341 678 65 55
    Fax: +49 341 678 16 65 55
    E-Mail: j.luecke@leipziger-messe.de


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