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    Nachricht vom 20.02.10 | Beach & Boat

    2. Leipziger Seenland-Kongress "Beach & Boat Business": Spielplatz für Visionen

    In den neuen Seenländern rund um Leipzig und in der Lausitz werden die Segel für eine umfassende Vermarktung gesetzt

    "Die Vision des Leipziger Neuseenlands ist für die ganze Region eine tragende Idee. Sie zählt zu den wesentlichen Entwicklungspotenzialen, um auch künftig im europäischen Konzert der Regionen mitzuspielen." Das betonte Leipzigs Bürgermeister und Beigeordneter für Umwelt, Ordnung und Sport Heiko Rosenthal auf dem 2. Leipziger Seenland-Kongress "Beach und Boat Business". Begleitend zur Wassersportmesse Beach und Boat debattierten am 18. Februar rund 150 Teilnehmer - Politiker, Unternehmer, Investoren und Tourismusverbände - auf dem Branchentreff über die Vermarktungspotenziale der neuen Wassersportgebiete. Sowohl das Leipziger Neuseenland als auch das Lausitzer Seenland feilen an ihrem Profil und nehmen bereits internationale Märkte ins Visier.

    Rund 8,5 Milliarden Euro hat die LMBV Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbh bis heute in die Sanierung der ehemaligen Tagebauwüsten der Region investiert. 13 Seen haben ihren Endwasserstand bereits erreicht. "Die Sanierungsarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss", informierte Dr. Bernd Krüger, Leiter der Abteilung Liegenschaften Lausitz bei der LMBV. "Jetzt konzentrieren wir uns auf die Flutung, die bis 2015 abgeschlossen sein soll." Insgesamt entstehen 51 größere Bergbaufolgeseen mit 25.000 Hektar Wasserfläche - 31 in der Lausitz und 20 im Revier rund um Leipzig.

    Hafenstadt Leipzig

    Den Dreh- und Angelpunkt des Leipziger Neuseenlands bildet der Gewässerverbund - ein Freizeitrevier aus Seen, Flüssen und Kanälen mit etwa 200 Kilometern befahrbaren Wasserwegen. Die erste der künftig acht Hauptrouten führt ab Sommer 2010 von der Außenmole des Leipziger Stadthafens durch den Auwald direkt zum Cospudener See. Bis 2011/2012 soll der neue Stadthafen, der nur 400 Meter vom Leipziger Markt entfernt liegt, fertig sein. "Das Hafenbecken finanziert die Stadt Leipzig über Fördermittel, der Betreiber wird europaweit ausgeschrieben", informierte Heiko Rosenthal. Als zweiter, technischer Hafen sei der Lindenauer Hafen geplant. Auch der Sport käme bei den Planungen nicht zu kurz, betonte der Bürgermeister: "Sport lockt Investoren und Touristen an. Das ist eine ganz große Spielwiese."

    Kulturgeschichte(n) erfahren

    Wassersport, Großstadtflair und Kulturerlebnis: Das sind die Säulen, auf die das Leipziger Neuseenland seine Zukunft baut. "Kulturgeschichte(n) erfahren" heißt daher eine zentrale Produktlinie des Tourismusvereins Leipziger Neuseenland e. V., wie dessen Geschäftsführerin Sandra Brandt auf dem Kongress erklärte. Ein besonderes Pfund, mit dem die Region wuchern könne, seien Schlösser und Herrenhäuser - wie das Schloss Güldengossa mit Park und Palmenhaus. Ganz in dessen Nähe geht im Sommer 2010 der Trautempel VINETA als schwimmende "Außenstelle" des Standesamtes Großpösna mitten im Störmthaler See vor Anker. "Die Brautleute können sich auf dem See das Jawort geben, mit einem Amphibienfahrzeug zum Ufer fahren und im Schloss Güldengossa feiern", kündigte die Geschäftsführerin an.

    Holländer auf Mühlen-Tour

    Mit "Mühlen-Hopping" per Fahrrad zielt der Tourismusverein Leipziger Neuseenland speziell auf niederländische Touristen. Von erlebbarem Handwerk und der Mühlentradition im nördlichen Leipziger Neuseenland angezogen, sollen sie auch das neue Wassersportgebiet entdecken. "Während einer Radtour mit dem Müller als 'Fremdenführer' durch historische Mühlen kriechen - das ist ein gut funktionierendes Produkt für den holländischen Markt", weiß Sandra Brandt. Noch sei in den jungen Destinationen aber nicht alles perfekt. Deshalb komme es jetzt darauf an, flächendeckend Qualität zu entwickeln und die Zahl der Ferienwohnungen aufzustocken. Darüber hinaus wird an Angeboten für das 200. Jubiläum der Völkerschlacht im Jahr 2013 gearbeitet, zum Beispiel an einer Erlebnistour "1813 kulinarisch". Kultur- und Musikinteressierte können künftig auf der "Orgelstraße" die kostbaren Orgeln in den Kirchen der Region erkunden.

    Zielmarkt Tschechien

    Auch im Lausitzer Seenland hat man bereits internationale Touristen im Visier. "Jenseits der Tschechischen Grenze registrieren wir ein großes Interesse am Wassersporturlaub in unserem Revier“, berichtete Dr. Holm Große, Geschäftsführer der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH. Touristen aus Prag beispielsweise seien eine sehr zahlungskräftige Zielgruppe. Deshalb wurde im Januar der erste Aktiv-Flyer in Tschechisch herausgebracht.

    Mit der sich wandelnden Landschaft werde auch das touristische Angebot wachsen, so Dr. Große. Events und Attraktionen wie die gerade entstehende Krabatmühle, eine Erlebniswelt rund um die sorbische Sagenfigur, sollen Touristen ins Wassersportrevier locken: "Wir entwickeln das Lausitzer Seenland zur starken Marke der Ferienregion Lausitz."

    Wohnen im See

    Zu den kühnen Plänen in der Lausitz gehört der Wohnhafen Skado auf dem Geierswalder See, dessen schwimmende Architektur zum Markenzeichen des ganzen Seenlands erwachsen soll. Ein Referenzhaus schwimmt bereits, 20 Häuser seeseitig und neun landseitig sind geplant. Ein schwimmender Steg wird künftig den Sedlitzer See als Rad- und Fußweg queren. Am Sabrodter See ist ein Sport- und Golfressort mit 3- und 4-Sterne-Hotels geplant, und der Spreetaler See soll sich bis 2014 als Domäne des Motorsports etablieren. "Wir geben jedem einzelnen See thematische Schwerpunkte“, unterstrich Marcus Heberle, Geschäftsführer der Touristischen Gebietsgemeinschaft Lausitzer Seenland e. V., auf dem 2. Leipziger Seenland-Kongress. "Die neuen Reviere sind einmalige Wachstumsmärkte. Wo sonst haben Investoren noch solche Möglichkeiten, sich in den Wassersport einzubringen?", warb der Geschäftsführer.

    Bekenntnis zum Motorbootsport

    Das Für und Wider des Motorboot-Tourismus stand im Mittelpunkt eines Expertengesprächs zum Abschluss des 2. Leipziger Seenland-Kongresses. Noch wird an Konzepten gefeilt und ausgelotet, was ökonomisch möglich und ökologisch verträglich ist, um den Bootssport als Motor für die Entwicklung der neuen Seen zu nutzen. "Der Motorbootverkehr gehört aus meiner und auch aus Sicht des Gesetzgebers zum Tourismus dazu", kommentierte Walter Christian Steinbach, Präsident der Landesdirektion Leipzig. "In welchem Umfang, mit welcher Genehmigung - das kann man diskutieren." Nach dem Sächsischen Wassergesetz sei geplant, die erste Route des Leipziger Gewässerverbundes schiffbar zu machen. "Dann ist Kurs 1 auch für Motorboote zugelassen. Die Anhörungen dazu beginnen jetzt. Es wird zu einer einvernehmlichen Lösung kommen“, zeigte sich Steinbach überzeugt.

    "Nur eine intakte Natur ist ein Erlebnisraum, auch für Wassertouristen", betonte Landschaftsplaner Jörg Putkunz von bgmr Landschaftsarchitekten. Im Leipziger Neuseenland werde es deshalb Gebiete für Erholung, Freizeit und Sport ebenso geben wie Areale, in denen der Naturschutz Vorrang hat.

    Der private motorgetriebene Wassersport ließe sich durchaus entwickeln, wenn die Emissionen bei gewerblich genutzten Motorbooten gegen Null gingen, meinte Dr. Klaus-Peter Lange. Sein Unternehmen ECOSYSTEM SAXONIA Gesellschaft für Umweltsysteme mbH hat die Belastungsfähigkeit der Gewässer untersucht. "Bei gewerblicher Nutzung von Motorbooten ist eine größere Intensität zu erwarten. Deshalb müssen diese emissionsarme Hybrid-, Elektro- oder Gasantriebe besitzen", forderte Lange. Ab 2010 werde ein Monitoring die tatsächliche Nutzung der Gewässer überwachen. Letztlich war sich die Runde im "Ja" zum Motorbootsport einig - wenn auch mit Einschränkungen.


    Ansprechpartner für die Presse

    PR / Pressesprecher
    Frau Ingrid Bednarsky
    Telefon: +49 341 678 65 66
    Fax: +49 341 678 65 12
    E-Mail: i.bednarsky@leipziger-messe.de


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